In früheren Jahrhunderten war der christlich geprägten Gesellschaft der „Sündenfall“ als Auslöser weltweiter Probleme ein greifbarer Begriff. Heute müssen wir von der Klimasünde sprechen, damit bei unseren Zeitgenossen die Alarmglocken läuten, und sie sind über die Medien fast täglich zu vernehmen. Kurzum: die Sünde des Klimawandels nimmt uns in Haft.

Die Sünde des Klimawandels - Dunkle Wolken am Horizont.
Ist uns eine düstere Zukunft sicher? Hat die “letzte Generation” recht? Foto Pixabay von WikimediaImages

Die Sünde des Menschen

Und wie das bereits beim Sündenfall so war, ist der Mensch schuldig, schuldig am Klimawandel, der die Welt an den Abgrund führen werde. Dabei tun sich gleich mehrere Fragen auf. Ein Wandel des Klimas ist zu beobachten, ob und wie stark weltweit, ist schwer zu beurteilen und schon gar nicht in welchem Ausmaß und mit welchen Konsequenzen. Medial sehen wir immer wieder „schreckliche Entwicklungen und Beispiele“. Die Malediven aber sind bis heute noch ein begehrtes Reiseziel. Ihr Untergang war bis 2020 vorhergesagt als Folge der Sünde des Klimawandels.

Der sichtbare Klimawandel

Und verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Ich habe mit meinen 60 Jahren den Klimawandel in den Alpen selbst miterlebt. In der Kindheit lernte ich noch in einer Höhenlage von 500 Meter das Skifahren. Die kleinen Pisten waren über viele Wochen hinweg schneesicher, auch ohne Beschneiungsanlage, heute undenkbar. Die Schneegrenze rutschte auf 1000 Höhenmeter, vor etwa 20 Jahren auf 1500 Höhenmeter und heute gelten nur noch Skiregionen ab 2000 Höhenmeter als sicher.

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Wie stark trifft es uns?

Ja, wir spüren die Klimawandel, obwohl der Mai 2023 der regenreichste seit Jahrzehnten war und der April der wohl kälteste seit 25 Jahren. Dennoch erlebten wir im jungen neuen Jahrtausend „die heißesten Jahre“, in Deutschland etwa mit einer Durchschnittstemperatur von rund zehn Grad (de.statista.com). Unbestritten, das Wetter (Klima) ändert sich, doch strittig ist das Ausmaß der Änderung und die Ursachen der Sünde des Klimawandels.

Die Sünde des Klimawandels - die Erde bewahren.
Die Erde im Einfluss von Mikro- und Makrokosmus. Foto Pixabay von Anja

Die Propheten des Klimawandels

Glücklicherweise sind die prophezeiten Katastrophen bislang ausgeblieben, doch mehr dazu später. Was aber, wenn die „Sünde des Menschen“ ursächlich für die Schädigung des Klimas ist, des Klimawandels? Wenn der Mensch jeden Bezug zu einer „göttlichen Ordnung“ verloren hat und sich dabei auch selbst? Etwa das Klima in der Wirtschaft oder das ganz alltäglich Zwischenmenschliche vergiftet ist? Weltuntergänge früherer Jahrhunderte fanden darin ihren Nährboden. Heute ist alles anders, ist es das?

Respekt vor der Schöpfung

Wo Respekt vor der Natur, ihren Kreisläufen und ihr sensibles Gleichgewicht verloren gegangen sind, wo der Kapitalismus und das „Gesetz der globalen Märkte“ die Richtung vorgibt, hat sich der Mensch selbst verloren. Der Mensch ein verlorener, in Sünde gefallen, der der Buße und Umkehr bedarf.

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Diese Botschaft hören wir heute nur noch im Zusammenhang mit der Sünde des Klimawandels. Sie scheint in einer sonst so heil anmutenden westlichen Gesellschaft keine Rolle mehr zu spielen.

Droht das Ende der Welt?

Gleich mittelalterlichen Horrorszenarien vom Ende der Welt verkündigen sie die heutigen Klimapropheten unisono. Ein aktueller Artikel der Epochtimes (siehe Link am Ende des Artikels) listet viele von ihnen eindrucksvoll auf. Bereits 1937 und 1950 sagten Wissenschaftler das Abschmelzen des Eises in Grönland und Finnland voraus. Schiffe sollten bereits zur Jahrtausendwende über den Nordpol segeln können.

Die Sünde des Klimawandels - die Natur und ihr sensibles Gleichgewicht.
Wolken, Regen, Temperatur, Wind und Wetter – alles Nebensache? Nur der Mensch kippt das Klima? Die Sünde des Klimawandels. Foto Pixabay von 41330

Hunger und Kälte

1967 drohte eine globale große Hungersnot und der Verschmutzungsexperte James Lodge prophezeite 1970 im „Boston Globe“, dass „die Luftverschmutzung die Sonne auslöschen und eine neue Eiszeit im ersten Drittel des neuen Jahrhunderts verursachen könnte“. Zwei Geologen schlossen sich dieser These 1972 an und richteten eine eindringliche Warnung an den US-Präsidenten Richard Nixon.

Die Menschheit am Ende

Die „New York Times“ zitierte im Januar 1978 „ein internationales Team von Fachleuten“. Demnach sei „zumindest in der nördlichen Hemisphäre kein Ende der Abkühlungstendenz der letzten 30 Jahre in Sicht“. Zehn Jahre später wendete sich das Blatt, die Klimapropheten warnten nicht mehr vor einer neuen Eiszeit, wohl aber von dem Ende der fossilen Ressourcen (Club of Rome) und einem dramatischen Anstieg des Meeresspiegels. Es könnten gar ganze Nationen ausgelöscht werden. Die Sünde des Klimawandels breche über die Menschheit herein, auch ganz ohne göttlichen Zutun.

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Die Sünde des Klimawandels

Das Magazin Focus stößt 2019 in das gleiche Horn und warnt in einem Beitrag: „Mehr als drei Millionen Deutschen droht wegen Klimawandel der Verlust der Heimat“. Und damit sind wir im 21. Jahrhundert angekommen. Was wir heute an „Klima-Endzeitstimmung“ erleben sprengt jedes Maß, die Sünde des Klimawandels führt direkt in den Untergang. Noch tanzen alle auf der Titanic, doch das Schiff ist bereits aufgelaufen. Aber der Reihe nach.

Gletscher ganz ohne Eis

Zunächst gingen Wissenschaftler im Jahr der Jahrtausendwende von einem Ende des Schnees aus: „Schneefälle gehören der Vergangenheit an“, schrieb „The Independent“ drei Monate nach der Jahrtausendwende. „Kinder werden einfach nicht mehr wissen, was Schnee ist“, sagte David Viner, ein leitender Wissenschaftler der Klimaforschungsabteilung der englischen University of East Anglia. Und er war nicht der einzige. 2007 warnte das UN-Klimagremium vor einem Verschwinden des arktischen Meereises. Mittlerweile, also 16 Jahre später, wächst es wieder. Der Weltuntergang wurde vorerst noch einmal verschoben.

Die Sünde des Klimawandels und ihre Auswirkungen
Der Fluss und die Wälder, seit Jahrtausenden eine enge Gemeinschaft. Foto Pixabay von laszlo zakarias

Doch von Entwarnung kann keine Rede sein. Sogenannte „Klima-Aktivisten“ sind unter tatkräftiger Hilfe der Leitmedien täglich präsent. „Die letzte Generation“ klebt sich an der Straße fest und lässt sich dafür sogar noch bezahlen. Und vielleicht sind sie tatsächlich „die letzte Generation“, womöglich aber aus einem ganz anderen Grund, als sie glauben.

Aktionismus der Politik

Indessen ist zumindest in der deutschen Politik und auf EU-Ebene Aktionismus angesagt. Angefangen hat es wohl mit dem „Verbrenneraus“ und dem unter Bundeskanzlerin Angelika Merkel 2011 beschlossenen ‘Aus’ für Atomkraftwerke. 2016 gab es konkrete Bestrebungen, ab dem Jahr 2020 den Verkauf von Neuwagen mit Diesel- oder Benzinmotor zu verbieten. Es soll jetzt im Jahr 2035 umgesetzt werden.

0,0016 Prozent

Viele Leser mögen einwenden, dass dies nichts mit Aktionismus zu tun habe, denn es helfe ja, die Umwelt bzw. das Klima zu verbessern, schließlich sei der Klimawandel ausschließlich vom Menschen verursacht. Ist das wirklich so? Schuld an dem ganzen „Schlamassel“ soll ja die Konzentration von CO₂ (Kohlendioxid) sein. Und der Anteil dieses Gases am „Klima“ beträgt rund 0,04 Prozent. Das ist nicht viel, stimmt. Doch es geht noch weiter, denn der Anteil des vom Menschen verursachten CO₂-Ausstoßes beträgt wiederum nur vier Prozent und damit 0,0016 Prozent „am Klima“.

Sind die Verstärker schuld?

Eine Verdoppelung der CO₂-Konzentration – im Vergleich zum Vorindustriellen Zeitalter – also von 280 auf 560 ppm, wäre an sich nicht schlimm und würde einen Temperaturanstieg von rund einem Grad bedeuten. Es sind aber die „Verstärker“, wird argumentiert. Und dabei lande man dann je nach Annahme und Modell bei 4,5 Grad.

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Und das wiederum wäre eine Katastrophe. Die Wissenschaft, besser gesagt die vielen tausend Wissenschaftler, ringen um die Deutung und Meinungshoheit, denn sie sind sich weder einig, noch lässt sich in Rechenmodellen eine genaue Vorhersage des weltweiten Klimas machen. Vorsichtig ist darum die Rede von Klimasensitivität.

Die Sünde des Klimawandels und die ewige Schöpfung.
Die Natur belebt unsere Sinne. Foto Pixabay von Pera Detlic

99,99 Prozent können nicht irren

Damit sieht das von den Medien und Interessengruppen vermittelte Bild einer unmittelbaren global bevorstehenden Katastrophe, von der Sünde des Klimawandels, schon ganz anders aus. Es gibt Hoffnung. Es wäre auch gegen jede Logik, könnte ein durch den Menschen verursachter CO₂-Anteil von 0.0016 Prozent das ganze Klima, ja die ganze Welt auf den Kopf stellen. Dem gegenüber steht eine Atmosphäre von 99,9984 Prozent.

Der deutsche Sonderweg

Ebenso fraglich ist der Alleingang Deutschlands beim Atomausstieg. In vielen uns umgebenden Ländern werden neue Anlagen gebaut und unbestritten ist ihr CO₂-Ausstoß um ein Vielfaches geringer als der von Kohlekraftwerken, die jetzt in Deutschland – vor allem im Winter – wieder vermehrt eingesetzt werden müssen. Bei dem ganzen Dilemma um Energie, Verbrenneraus und Klima trifft es die „kleinen Häuslbauer“ von einst beim Austausch der Heizung ebenso hart, wie die Autobranche. Vor allem aber jene großen Bevölkerungskreise, die sich keinen Neuwagen für 35.000 Euro leisten können, dennoch aber auf das Auto angewiesen sind und/oder es ganz einfach als Teil ihrer persönlichen Freiheit verstehen.

NGO und ihre Thinktanks

Vielleicht ist es besser, nicht von der Sünde des Klimawandels zu sprechen, sondern vor einem Sündenfall der Politik vor einflussreichen Lobbyisten, einem globalen Markt und der Großfinanz. Und damit betreten wir jenen belasteten Boden der Verschwörungstheorien.

Viele von ihnen aber haben sich in der Coronapandemie, vor allem in der Rückblende, als wahr erwiesen. Und der Einfluss der mächtigen Weltkonzerne und ihr Lobbyismus sind unbestritten, vor allem aber die NGO und ihre Thinktanks (Denkfabriken), die bereitwillig unser Denken und unsere Wahrnehmung beeinflussen.

Zum Wohle des Volkes gewählt

Sündenfall der Politik, weil sie vom Volk direkt gewählt – nicht die EU-Institutionen und Verwaltung – und das Wohl des (eigenen) Volkes ihr oberstes Ziel sein sollte. Entsprechend lautet der Amtseid (Art. 56 Satz 2 GG):

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„Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“

Das Ende des Grundgesetzes

Ironischerweise waren es gerade die Kanzler’in und die Ministerpräsidenten, die für den Vollzug der Corona-Lockdowns gesorgt, und damit das Grundgesetz – das sie ausdrücklich wahren sollen – aushebelten. Wenn das Land in zehn Jahren durch zu hohe Migration, durch das Wegbrechen der Wirtschaft, durch zu hohe Steuern und Energiekosten massiv in die Armut gerät – einst das reichste und blühendste Land Europas – dann kann zurecht von einem „Sündenfall“ gesprochen werden – ja wenn.

Sündenfall ist Abkehr von Gott

Mit dem Wörtchen „Sündenfall“ ist eben nicht zu spaßen. Die Abkehr von Gott, von seiner Schöpfungsordnung und dem Gebot der Liebe und Achtung ‘dem Nächsten’ gegenüber, fordert seinen Preis. Derweil steht das nächste Experiment an. Geschlechtergetrennte Toiletten sollen abgeschafft werden. Viele Menschen empfinden dies als einen Faustschlag gegen jeden Anstand und Respekt. Geschlecht ist keine Frage des Gefühls, sondern der Geburt. Natürlich ist es nicht immer leicht seiner Rolle als Frau oder Mann gerecht zu werden, doch dies ist ein anderes Thema.

Falsch verstandene Freiheit

Der Sündenfall des Klimas geht der Sündenfall des Menschen voraus. Der Mensch, der glaubt sich über die Gesetze der Natur und letztlich auch über Gott selbst hinweg setzen zu können. Das Ausleben der geglaubten eigenen Freiheit führt in die Gefangenschaft der sich daraus ergebenden Konsequenzen. Freiheit ohne Verantwortung ist ein Irrweg. Es wäre zwar klug, die Dinge vom Ende her zu denken, doch was zählt, scheint der morgige Erfolg zu sein.

Der Mensch ist zur Umkehr gerufen. In den alten Schriften sagt Jesus selbst: „Tut Buße, denn das Reich der Himmel – und damit das Ende der Zeit – ist nahe gekommen.“ Ja, vielleicht liegt die „letzte Generation“ richtig, doch anders als sie denkt.

https://www.epochtimes.de/politik/ausland/fehlprognosen-aus-der-vergangenheit-machen-klimaexperten-zu-schaffen-a4215556.html

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